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  • : Tanneneck
  • : Eine Art Tagebuch mit Ausflügen zu Politik und Gesellschaft. Dazu gibt es ausprobierte Koch- und Backrezepte. Rezepte für Konfitüren, Gelee und Likör sind auch vorhanden. Und natürlich darf die Natur nicht fehlen. Aus dem Landhaus Tanneneck gibt es so manches zu berichten.
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  • Katharina vom Tannneneck
  • Die Liebe hat mich hierher gebracht in diese schöne und reizvolle Landschaft. Es war reiner Zufall denn wir hatten in ganz Deutschland nach einem passenden und bezahlbaren Haus gesucht. Wir waren überall aber jetzt sind wir zu Hause angekommen.
  • Die Liebe hat mich hierher gebracht in diese schöne und reizvolle Landschaft. Es war reiner Zufall denn wir hatten in ganz Deutschland nach einem passenden und bezahlbaren Haus gesucht. Wir waren überall aber jetzt sind wir zu Hause angekommen.

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Wetter Anklam
24. Dezember 2020 4 24 /12 /Dezember /2020 00:00
Einen schönen Heiligabend ....

und ein frohes glückliches und friedliches Weihnachtsfest wünsche ich allen Menschen auf unserer Welt!


Die Fenster unserer Herzen
Machen wir sie auf
für das Licht,
für die Sonne am Tag
und die Sterne in der Nacht.
Kommt Licht in unsere Augen,
dann kommt auch Licht in unser Herz.

Unbekannt

 

Der Nachbar
 
Mein Nachbar ist Heiligabend allein,
ach was, ich lade ihn einfach zu mir ein.
Ich kaufe ihm noch ein Geschenk,
dann weiß er, dass ich an ihn denk.

Neben unserem Haus wohnt Rudolf, ein älterer Herr. Er ist querschnittsgelähmt und hat vor zehn Jahren im Sommer seine Frau und seinen elf jährigen Sohn durch einen Autounfall verloren. Er selber hat das Unglück überlebt und ist seitdem an den Rollstuhl gefesselt. Als Erinnerung an seine geliebte Familie sitzt auf seiner Couch ein kleiner, brauner Teddy.

Rudolfs Leben ist zurzeit sehr hart und eintönig. Es kommen täglich der Pflegedienst und zweimal die Woche Frau Müller, die die Wohnung aufräumt. Ansonsten ist er allein.

Doch seit kurzem besucht den querschnittsgelähmten Mann der kleine Anton von nebenan. Rudolf holt dann immer das dicke Märchenbuch seines Sohnes aus dem Schrank und liest dem Nachbarsjungen vor. Die schönen Geschichten begeistern stets beide und der Junge kommt gern herüber, um ihnen zu lauschen.
Es ist Heiligabend. Anton wird vom Weihnachtsmann beschert und unter den Geschenken ist auch ein neues Märchenbuch. Nachdem der Junge seine Gaben begutachtet hat, fragte er: „Mutti, können wir nicht den Rudolf heute Abend zu uns holen? Dann ist er nicht so allein und kann sich mit uns freuen und mir aus dem neuen Märchenbuch vorlesen. Ach, Mutti, sag ja!“

Die Mutter schaut aus dem Fenster. Sie bemerkt, dass bei ihrem Nachbar noch Licht brennt und nickt.
„Oh ja! Papa komm, wir holen Rudolf!“

Beide gehen zur Wohnung des kranken Mannes und klingeln. Es dauert einige Zeit, da geht die Tür auf. Vor ihnen steht Rudolf in seinem Rollstuhl.

Freudestrahlend fragt Anton: „Guten Abend Rudolf, kommst du mit zu uns rüber und schaust dir meine Weihnachtsgeschenke an? Ich habe ein neues Märchenbuch bekommen, da könntest du mir gleich etwas draus vorlesen.“

Der einsame Mann sagt sofort: „Ja! Doch warte, ich muss nur schnell noch einmal in meine Wohnung. Ich komme gleich mit.“ Er fährt zurück und kommt mit einer größeren Tüte wieder.

Als Rudolf in das Wohnzimmer seiner Nachbarn kommt, übermannt es ihn und Tränen laufen über seine Wangen. Der Anblick des Weihnachtsbaums und zum Heiligenabend nicht allein sein zu müssen, lässt seine Augen feucht werden.

„Ihr macht mir eine große Freude“, kommt es leise über seine Lippen. Dann überreicht Rudolf seinem kleinen Freund die mitgebrachte Tüte. Es schimmert etwas Braunes aus der Öffnung. Anton holt den Teddybär vor, der bei seinem Märchenonkel immer auf dem Sofa gesessen hat. Der einsame Mann trennte sich von seinem Heiligtum, dem Plüschbären seines verstorbenen Sohnes.

Anton freut sich, doch seine Eltern noch mehr. Sie können das Geschenk sehr gut einordnen.
Auch Rudolf erhält ein kleines Päckchen von seinen Nachbarn. Erneut laufen Tränen der Rührung über sein Gesicht. Es ist Jahre her, seit er zum Weihnachtsfest etwas bekommen hat.

Dann zeigt Anton ihm das neue Märchenbuch und es dauerte nicht lange, bis Rudolf eine Geschichte vorliest. Danach meint er: „Das Märchenbuch ist aber dick, da kannst du mich oft besuchen kommen.“

Die Zeit vergeht wie im Fluge. Plötzlich klingelte es an der Tür. Der Vater schaut nach und ruft: „Rudolf, hier ist Besuch für dich!“ „Das kann doch nicht sein! Wer kommt mich besuchen? Mein Bruder wohnt in Kanada und ansonsten habe ich keine Verwandtschaft mehr.“

Dann steht ganz unverhofft sein Bruder im Wohnzimmer. Wieder laufen Rudolf die Tränen übers Gesicht. Aber dieses Mal sind es Tränen der Freude. „Wir wollten dich überraschen, doch bei dir in der Wohnung brannte kein Licht, so haben wir eben beim Nachbar geklingelt, um uns zu erkundigen.“

Nun kommen auch noch Rudolfs Schwägerin und deren Enkelin Kathrin ins Zimmer. Was für eine Freude. Anton und Kathrin haben gleich Freundschaft geschlossen und spielen miteinander. Der Vater holt eine Flasche Sekt aus dem Kühlschrank und auf das Wiedersehen wird angestoßen.

Rudolfs Bruder ist anschließend noch sechs Wochen in Deutschland geblieben. In dieser Zeit haben sie Rudolfs Wohnung verkauft und ihn für immer mit nach Kanada genommen. Seit dem hat der einsame Mann wieder eine richtige Familie. Sein kleiner Freund Anton bekommt immer noch regelmäßig Post aus Übersee. Seine Märchen muss der Junge allerdings nun alleine lesen.

Verfasser unbekannt

Einen schönen Heiligabend ....

3:46 Minuten - https://www.youtube.com/watch?v=vbHpISXAtuY

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13. Dezember 2020 7 13 /12 /Dezember /2020 00:00
Einen schönen und besinnlichen 3. Advent ....

wünsche ich all meinen Besuchern, Freunden, Verwandten und Bekannten.

Genießt den Tag im Kreis Eurer Lieben.

Hier noch ein Gedicht, passend zum Märchen von gestern.

Vom Bäumlein, das andere Blätter hat gewollt

Es ist ein Bäumlein gestanden im Wald
In gutem und schlechtem Wetter;
Das hat von unten bis oben halt
Nur Nadeln gehabt statt Blätter;
Die Nadeln, die haben gestochen,
Das Bäumlein, das hat gesprochen: 

"Alle meine Kameraden
Haben schöne Blätter an,
Und ich habe nur Nadeln,
Niemand rührt mich an;
Dürft′ ich wünschen, wie ich wollt,
Wünscht′ ich mir Blätter von lauter Gold." 

Wie′s Nacht ist, schläft das Bäumlein ein,
Und früh ist′s aufgewacht;
Da hatt′ es goldene Blätter fein,
Das war eine Pracht!
Das Bäumlein spricht: "Nun bin ich stolz;
Goldene Blätter hat kein Baum im Holz." 

Aber wie es abend ward,
Ging ein Bauer durch den Wald
Mit grossem Sack und langem Bart,
Der sieht die goldnen Blätter bald;
Er steckt sie ein, geht eilends fort
Und lässt das leere Bäumlein dort. 

Das Bäumlein spricht mit Grämen:
"Die goldnen Blättlein dauern mich,
Ich muss vor den andern mich schämen,
Sie tragen so schönes Laub an sich.
Dürft′ ich mir wünschen noch etwas,
So wünscht′ ich mir Blätter von hellem Glas." 

Da schlief das Bäumlein wieder ein,
Und früh ist′s wieder aufgewacht;
Da hatt′ es gläserne Blätter fein,
Das war eine Pracht!
Das Bäumchen sprach: "Nun bin ich froh;
Kein Baum im Walde glitzert so." 

Da kam ein grosser Wirbelwind
Mit einem argen Wetter,
Der fährt durch alle Bäume geschwind
Und kommt an die gläsernen Blätter;
Da lagen die Blätter von Glase
Zerbrochen in dem Grase. 

Das Bäumlein spricht mit Trauern:
"Mein Glas liegt in dem Staub;
Die anderen Bäume dauern
Mit ihrem grünen Laub.
Wenn ich mir noch was wünschen soll,
Wünsch′ ich mir grüne Blätter wohl." 

Da schlief das Bäumlein wieder ein,
Und wieder früh ist′s aufgewacht;
Da hatt′ es grüne Blätter fein.
Das Bäumlein lacht
Und spricht: "Nun hab′ ich doch Blätter auch.
Dass ich mich nicht zu schämen brauch." 

Da kommt mit vollem Euter
Die alte Geis gesprungen;
Sie sucht sich Gras und Kräuter
Für ihre Jungen;
Sie sieht das Laub und fragt nicht viel,
Sie frisst es ab mit Stumpf und Stiel. 

Da war das Bäumchen wieder leer,
Es sprach nun zu sich selber:
"Ich begehre nun keine Blätter mehr,
Weder grüner, noch roter, noch gelber!
Hätt′ ich nur meine Nadeln,
Ich wollte sie nicht tadeln." 

Und traurig schlief das Bäumlein ein,
Und traurig ist es aufgewacht;
Da besieht es sich im Sonnenschein
Und lacht und lacht!
Alle Bäume lachen′s aus;
Das Bäumlein macht sich aber nichts daraus. 

Warum hat′s Bäumlein denn gelacht,
Und warum denn seine Kameraden?
Es hat bekommen in der Nacht
Wieder alle seine Nadeln,
Dass jedermann es sehen kann.
Geh naus, sieh′s selbst, doch rühr′s nicht an!
Warum denn nicht?
Weil′s sticht.

Friedrich Rückert

Einen schönen und besinnlichen 3. Advent ....

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6. Dezember 2020 7 06 /12 /Dezember /2020 00:00
Einen schönen und besinnlichen 2. Advent ....

wünsche ich all meinen Besuchern, Freunden, Verwandten und Bekannten.

Genießt den Tag im Kreis Eurer Lieben.

Und natürlich auch einen wunderschönen Nikolaustag mit einer schönen Bescherung.

Advent

Es treibt der Wind im Winterwalde
die Flockenherde wie ein Hirt
und manche Tanne ahnt, wie balde
sie fromm und lichterheilig wird,
und lauscht hinaus. Den weißen Wegen
streckt sie die Zweige hin – bereit,
und wehrt dem Wind und wächst entgegen
der einen Nacht der Herrlichkeit.

Rainer Maria Rilke

Sankt Nikolaus

Es fürchten die Kinder Sankt Nikolaus
Und seine Rutenhiebe,
Doch teilt er die süßen Gaben aus,
Verwandelt sich Schrecken in Liebe.

Sankt Nikolaus ist des Lebens Bild
Mit seinen Schicksalsstreichen,
Mit seinen Gaben, süß und mild,
Und den Tagen, den freudenreichen.

Friedrich Pesendorfer

Einen schönen und besinnlichen 2. Advent ....

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22. November 2020 7 22 /11 /November /2020 21:03
Ein Gedicht ....

Deutsche Verzweiflung

In Angst und bürgerlichem Leben
wurde nie eine Kette gesprengt.
Hier muß man schon mehr geben,
die Freiheit wird nicht geschenkt.

Es sind die glücklichen Sklaven
der Freiheit größter Feind,
drum sollt Ihr Unglück haben
und spüren jedes Leid.

Nicht Mord, nicht Brand, nicht Kerker,
nicht Standrecht obendrein;
es muß noch kommen stärker,
wenn’s soll von Wirkung sein!

Ihr müßt zu Bettlern werden,
müßt hungern allesamt,
zu Mühen und Beschwerden
verflucht sein und verdammt.

Euch muß das bißchen Leben
so gründlich sein verhaßt,
daß Ihr es fort wollt geben
wie eine Qual und Last.

Erst dann vielleicht erwacht noch
in Euch ein bess’rer Geist,
der Geist, der über Nacht noch
Euch hin zur Freiheit reißt!

Hoffmann von Fallersleben 1798 – 1874

2 Minuten - https://www.youtube.com/watch?v=9jOfTXHOG0s

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2. November 2020 1 02 /11 /November /2020 00:00
Ein Gedicht ....

passend zur heutigen Zeit.

Tut auf den Ring und zieht ihn weit und weiter 
Durch tausend Boten über Berg und Tal!
Bald glüht der Bund und flammet stets und heiter
Den Völkern all ein friedlich Feuermal.

Was schlecht ist, soll zerrinnen,
Die Lüge nicht gewinnen!
Ein furchtlos Herz und offene Bruderhand
Gewinnt den Sieg im alten Heimatland!

Gottfried Keller 

21 Minuten - https://www.youtube.com/watch?v=WKI-J80UBQI

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1. Oktober 2020 4 01 /10 /Oktober /2020 00:17
Unsre Heimat

Unsre Heimat, das sind nicht nur die Städte und Dörfer,
Unsre Heimat sind auch all die Bäume im Wald.
Unsre Heimat ist das Gras auf der Wiese, das Korn auf dem Feld,
Und die Vögel in der Luft und die Tiere der Erde
Und die Fische im Fluß sind die Heimat.
Und wir lieben die Heimat, die schöne
Und wir schützen sie, weil sie dem Volke gehört,
Weil sie unserem Volke gehört.

Zitat:

So manch einer wird dieses Lied noch kennen. Zumindest wenn er in der DDR aufwuchs. Heute wird schnell deutlich: Diese Zeilen, dieses Lied stammen aus einer anderen Zeit. Aus einer Zeit, die vor über 30 Jahren zu Ende ging. Doch mit dem Ende dieser Zeit kam nicht das Ende des Sinns dieser Zeilen. Er lebt, bewußt oder unbewußt, in der Erinnerung und in den Herzen der Menschen weiter. Gerade, weil sie wohl wissen, dass dieses Lied einen Idealzustand beschreibt, der so in der Realität nicht zu finden war. Mit der Wende sind wir dem Ideal dieses Liedes nicht nähergekommen. Vielleicht muss es Traum bleiben.

Die innere Begleitmelodie einer Welt ohne Bevormundung und Lüge, in der der Grundstein gelegt ist für ein freies Deutschland, in dem die allen Völkern eigene Heimatliebe wieder das bindende Glied der Menschen wird und sie gerade aufgrund dieser Heimatliebe anderen Völkern die Hände reichen.

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