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  • : Tanneneck
  • : Eine Art Tagebuch mit Ausflügen zu Politik und Gesellschaft. Dazu gibt es ausprobierte Koch- und Backrezepte. Rezepte für Konfitüren, Gelee und Likör sind auch vorhanden. Und natürlich darf die Natur nicht fehlen. Aus dem Landhaus Tanneneck gibt es so manches zu berichten.
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  • Katharina vom Tannneneck
  • Die Liebe hat mich hierher gebracht in diese schöne und reizvolle Landschaft. Es war reiner Zufall denn wir hatten in ganz Deutschland nach einem passenden und bezahlbaren Haus gesucht. Wir waren überall aber jetzt sind wir zu Hause angekommen.
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Wetter Anklam
26. Dezember 2020 6 26 /12 /Dezember /2020 00:02
Ein Weihnachtsmärchen

Tonys Weihnachtsstern
 
Tony war kaum auf der Welt, da verließ sein Vater die kleine Familie. Er wollte ein freier Mann sein, und nicht für eine Familie sorgen. Tonys Mutter Monika musste schauen, wie sie alleine mit dem Kind zurechtkam. Tony entwickelte sich gut, war ein braves Kind, das seiner Mutter viel Freude machte. Ehe er sich versah, wurde er schon eingeschult.

Es war sein großer Tag, stolz trug er die große Schultüte, die prall gefüllt war. Seine Mutter tat alles, um ihn nicht spüren zu lassen, dass er ohne Vater aufwuchs.

Nun konnte sie sich Arbeit suchen, denn das liebe Geld reichte weder vor noch hinten. An den Vormittagen verkaufte sie frisches Obst und Gemüse auf dem Wochenmarkt. In der Küche stand jetzt immer eine Obstschale mit frischen Früchten.

Eines Tages geschah es. Mutter lernte einen Mann kennen. Er war Busfahrer und hieß Karl. Bald darauf zogen sie in sein Haus. Tony hatte die Mutter jetzt nicht mehr für sich alleine. Wenn Karl von der Arbeit kam, war sie in der Küche mit Essenkochen beschäftigt. Früher war es die Zeit, in der sich seine Mutter intensiv mit Tony beschäftigte. Sie hatten viel Spaß beim Würfelspiel, oder sie gingen Schwimmen. Manchmal dachte Tony: "Wie kann ein fremder Mann mir meine Mutter wegnehmen, oder hat sie mich nicht mehr lieb? Die Mutter spürte, dass Tony unglücklich war. Sie gab sich Mühe, ihrem Sohn viel Aufmerksamkeit zu schenken, doch ihm reichte es nicht. Karl sorgte gut für ihn und seine Mutter, doch Zuwendung konnte er von Karl nicht erwarten. Er war nicht in der Lage, die Vaterrolle zu übernehmen. Sie kamen sich nicht näher.

Tony begleitete die Mutter gerne zum Einkauf. An diesem Tag war es sehr warm und schwül. Die Mutter hatte bei solchem Wetter oft Atembeschwerden, darum trug sie stets ihr Asthmaspray bei sich. Tony gab sich Mühe, mit Mutter den langsamen Schritt zu halten, er alleine lief viel schneller.

Endlich hatten sie den Rückweg geschafft. Als sie gerade den Hausflur betraten, brach die Mutter bewusstlos zusammen. Tony war in großer Not. Er weinte nicht sondern schrie: "Mama, was ist mit dir, bitte mach doch deine Augen auf!"

Karl war bei der Arbeit und der Junge total hilflos. Er rannte auf die Straße und schrie: "Hilfe, meine Mama liegt am Boden!" Dann rannte er wieder zu ihr, schüttelte sie, und versuchte mit seinen kleinen Fingern ihre Augen zu öffnen.

Die Nachbarin hatte Tonys Hilferufe gehört, benachrichtigte die SMH, die kurz darauf seine Mutter ins Krankenhaus fuhr.

Tony blieb bei der Nachbarin, die unverzüglich seinen Stiefvater Karl benachrichtigte. Bevor Karl eintraf, bekam Tony die schreckliche Nachricht, dass das Herz seiner Mutter aufgehört hatte zu schlagen. Tonys Schmerz war unermesslich. Nun stand er alleine da.

Karl gab ihm zu verstehen, dass er nicht für ihn sorgen werde. Außerdem sollte Tony in den Keller ziehen, wenn er weiter in diesem Haus wohnen wolle. "Dann sehe ich ihn wenigstens nicht so oft", dachte Tony trotzig. Also trug er das Wenige, was er besaß, in den Keller. Hier standen ein altes Bett mit fleckiger Matratze und der alte Holzofen seiner Mutter.

Von seinem Großvater hatte er eine Mundharmonika und einen alten Hut geerbt. Tony wünschte sich, dass Großvater jetzt bei ihm wäre. Den Hut drehte er auf seiner Hand und sprach zu sich selbst: "Inzwischen bin ich dreizehn Jahre alt und kann für mich selbst sorgen."

Entschlossen zog Tony am nächsten Tag los. In die Schule ging er nicht mehr, dafür stand er nun Tag für Tag am Marktplatz und musizierte. Vor ihm lag Großvaters alter Hut.

Die Leute auf der Straße sahen ihn mitleidig an, ab und zu warf jemand ein Geldstück in seinen Hut. Bevor es dunkel wurde, machte er sich immer auf den Heimweg. Wenn er zu Hause ankam, schmerzten seine Füße in den ausgetretenen Sandalen. Müde wusch er sich in der Waschküche und setzte sich aufs Bett. Er leerte seinen Hut und begann die Einnahmen zu zählen. Diesmal würde sie für Brot, Butter und ein wenig Speck reichen. Er ließ sich auf sein Bett fallen und dachte darüber nach, wie viele Abende er bisher hungrig eingeschlafen war.

Mit dem Herbst begann Tonys schwerste Zeit. Aber er hatte es kommen sehen und einiges an Geld gespart. Die trüben Regentage verbrachte er im Keller, den er nur verließ, um Brot zu kaufen. Nun schmolz sein Erspartes schneller dahin als er geglaubt hatte.

Doch die Adventszeit kam und es ging wieder aufwärts. Der Weihnachtsmarkt war eröffnet, genau dort, wo Tony immer musizierte. Auf dem Weihnachtsmarkt herrschte Trubel. Die Menschen waren großzügiger und freundlicher als sonst, da fiel auch schon mal eine größere Geldmünze in seinen Hut. Der Duft von Bratäpfeln und gebrannten Mandeln erinnerte Tony an glücklichere Zeiten in seinem Leben, an Mutter und seinen geliebten Großvater. Sie fehlten ihm so sehr.

Tony war aufgefallen, dass immer zur Adventszeit ein Stern am Himmel erschien, der besonders groß und hell leuchtete. Zudem blinkte er in unterschiedlichen Abständen. Nach Weihnachten war er erloschen. Er dachte immer an Mutter und wünschte sich, dass sie dieser Stern sei, der auf ihn acht gäbe. Tony spielte diesmal so lange auf seiner Mundharmonika, bis er seine Füße nicht mehr spürte, seine Lippen taub und seine Hände blau wurden.

Dieser vierte Advent kam und sollte Tonys Leben eine Wende geben. Vier Tage blieben noch bis Heiligabend, dann kam die schmerzlichste Zeit, die er am liebsten verschlafen hätte. Doch Tony stand wieder an seinem Platz, als ein gut gekleideter Fremder mit seiner Frau und drei Kindern vor ihm stehen blieb. Er sah Tony lange ins Gesicht und legte ihm einen großen Geldschein in den Hut mit den Worten: "Du brauchst dringend Winterschuhe und warme Strümpfe, nach drei Tagen werde ich wieder nach dir sehen." Die Familie ging ihres Weges, aber die Kinder drehten sich nach ihm um und winken ihm zum Abschied.

Bei sich zu Hause holte der Mann seine Fotoalben aus dem Schrank. Seine Frau setzte sich zu ihm und fragte: "Martin, kommt dir der kleine Mundharmonikaspieler nicht auch bekannt vor?" Martin sah seine Frau nachdenklich an und sagte: "Ja, Britta, sieh dir diese Fotos an, dieser Musikant könnte wirklich Tony sein! Ich habe ihm in die Augen gesehen und diese Augen kann ich nicht vergessen, es sind die gleichen wie die von Monika!" "Ja, und wie die von dir!" Martin war sich fast sicher, dass dieser Junge sein Neffe Tony war. "Britta, wenn dieser Junge wirklich der Sohn von Monika ist, dann können wir nicht zulassen, dass er auf dem Marktplatz musiziert!"

"Martin, hast du gesehen, wie schmal der Junge aussah? Wir sollten ihn sehr bald zu uns holen!" Martin fasste einen Entschluss: “Morgen bin ich auf Dienstreise, aber danach werden wir Tony bei uns aufnehmen. Er gehört schließlich zur Familie."

Als Tony im Laden gegenüber warme Stiefel und Wollsocken gekauft hatte, gab es keinen glücklicheren Musikanten auf dieser Welt als ihn. Er blickte zum Himmel, und der Stern leuchtete heller als je zuvor. Dann bemerkte er einen fremden Mann neben sich. Seine Hände waren tätowiert und er hatte eine Glatze. Der Fremde stellte sich zu Tony in den hellen Sternenschein.
"Willst du wissen, was der Stern dir zu sagen hat?" "Ja, unbedingt! Kannst du denn seine Zeichen deuten?", fragte Tony neugierig. "Ja", sprach der Glatzkopf, "der Stern sendet Morsezeichen, als Seemann musste ich alle lesen und senden können."

Für Tony war das so spannend, dass er kaum abwarten konnte, endlich zu erfahren, was es mit dem Stern und dem Lichtkreis auf sich hatte. Der Fremde sah starr zum Himmel, er sagte: "Der Stern hat eine Botschaft für dich; deine Mutter liebt dich und das Glück wird dich finden!" Dann war der Fremde auf einmal verschwunden. Wie benebelt trat Tony seinen Heimweg an, er konnte nicht begreifen, was er erlebte.

Zuhause vor der Haustüre wartete Karl auf ihn: "Ein Brief vom Jugendamt ist gekommen. Morgen besucht dich ein Herr Reiter, der mit dir über die Schule sprechen möchte. Ist wohl dein Schuldirektor. Ihm wurde gemeldet, dass du schon lange nicht mehr am Unterricht teilgenommen hast!" Tony wurde bleich und fragte: "Was passiert denn jetzt mit mir, muss ich ins Heim?" "Das weiß ich doch nicht!", antwortete Karl gleichgültig.

Tony ging in den Keller. Er wusste, dass er von diesem Mann keine Hilfe zu erwarten hatte. Er legte sich aufs Bett und grübelte: "Wenn ich liebe Pflegeeltern bekäme, dann hätte ich nichts dagegen von Karl wegzukommen, sollte ich aber in ein Heim gesteckt werden, laufe ich weg."

Herr Reiter war pünktlich. Karl führte ihn in den Keller zu Tony. Freundlich reichte er dem Jungen seine Hand und kam direkt zur Sache. "Tony, ich weiß, du hast Schlimmes erfahren müssen. Solche Erlebnisse können einen jungen Menschen wie dich, aus der Bahn werfen. Zur Schule musst du aber trotzdem gehen. Zurzeit sind Weihnachtsferien, aber danach musst du wieder zum Unterricht! Außerdem kannst du in diesem Kellerloch nicht bleiben. Es wäre besser, du würdest von einer Pflegefamilie aufgenommen werden. Nach Weihnachten, du wirst sehen, wird alles gut." Tony nickte nur! Der Mann verabschiedete sich und ging.

Am nächsten Morgen bevor die Geschäfte ihre Türen öffneten, war Tony bereits in der Stadt. Er hatte ja jetzt Stiefel und Socken an den Füßen, aber seine Hose war durchlöchert. Auf warmen Füßen stand er den ganzen Tag auf dem Marktplatz. Das Geschäft lief heute nicht so gut, aber es langte fürs Essen. Am Abend stellte er seine neuen Stiefel neben sein Bett und schlief zufrieden ein.

Am Morgen waren die Stiefel verschwunden. Weinend fragte er Karl danach, der grinste Tony an: "Ach, die Dinger musste ich verkaufen, sonst hätte ich meine Spielschulden nicht begleichen können." Tony war traurig und wütend zugleich.

Drei Tage waren vergangen, wieder stand Tony in kaputten Sandalen auf dem Marktplatz. Es war Heiligabend und sein Herz blutete, als er die vielen Kinder an den Händen ihrer Eltern vorbeigehen sah.

Jemand legte einen Arm um seine Schulter. Tony drehte sich um und sah den freundlichen Fremden. Der lächelte ihn an und sagte: "Tony, pack deine Sachen zusammen, du kommst mit mir!" "Aber ich kenne Sie doch gar nicht!", antwortete er. "Doch, wir kennen uns, nur wirst du mich vergessen haben, alles andere erfährst du später bei uns zu Hause!" Tony fuhr mit. Was hatte er schon zu verlieren? Schlechter als bei Karl wird es ihm nicht ergehen können.

An der Haustüre warteten schon die Kinder auf ihn. Tony wurde freundlich aufgenommen. Für ihn war alles vorbereitet; ein eigenes Zimmer, neue Kleidung, sogar das erste Wannenbad seit langem. Nachdem er gründlich gebadet hatte, wartete im Esszimmer der Rest der Familie auf ihn.

An den Wänden hingen zahlreiche Fotos und Tony stockte der Atem. Auf einem der Fotos war seine Mutter mit den Großeltern abgebildet. Die Großmutter hatte einen kleinen Jungen auf ihrem Schoß. Tony bemerkte nicht, dass er beobachtet wurde.

"Tony, der kleine Junge auf dem Foto, dass bin ich, dein Onkel Martin. Deine Mutter war meine Schwester Monika. Erst vor kurzem habe ich erfahren, was geschehen war und für uns stand fest, dass wir für dich da sein werden." Tony fragte mit zittriger Stimme: "Warum warst du nicht da, als es meiner Mutter so schlecht ging?" "Ich bin Archäologe und war lange Zeit zu Ausgrabungen in Ägypten; nun bin ich aber wieder hier! Auch wusste ich nicht, dass sie wieder verheiratet war und auch nicht mit wem”, versuchte Martin die bedrückte Stimmung zu lockern.

Martins Frau brachte Getränke. "Ja! Tony, meine Frau ist deine Tante Britta, dann hast du noch zwei Cousinen, Nina und Mona und Cousin Chris. Wir sind, wenn du möchtest, deine neue Familie. Ich sah dich auf dem Markt. Du bist meiner Schwester wie aus dem Gesicht geschnitten, aber sicher war ich mir nicht. Da habe ich Erkundigungen über dich eingezogen und dann ging alles recht schnell."

Für Tony kam so viel Glück auf einmal vor wie ein Traum. Nach langer Zeit durfte er wieder ein schönes Weihnachtsfest erleben in Wärme und Geborgenheit. Von diesem Tag an verlief sein Leben in geordnete Bahnen. Er wuchs zu einem fleißigen, jungen Mann heran.

Seinen Weihnachtsstern sah Tony nie wieder, aber er wusste, hoch da oben, da ist Mutter und passt auf ihn auf.

Autor: Cilia Bless

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24. Dezember 2020 4 24 /12 /Dezember /2020 00:00
Einen schönen Heiligabend ....

und ein frohes glückliches und friedliches Weihnachtsfest wünsche ich allen Menschen auf unserer Welt!


Die Fenster unserer Herzen
Machen wir sie auf
für das Licht,
für die Sonne am Tag
und die Sterne in der Nacht.
Kommt Licht in unsere Augen,
dann kommt auch Licht in unser Herz.

Unbekannt

 

Der Nachbar
 
Mein Nachbar ist Heiligabend allein,
ach was, ich lade ihn einfach zu mir ein.
Ich kaufe ihm noch ein Geschenk,
dann weiß er, dass ich an ihn denk.

Neben unserem Haus wohnt Rudolf, ein älterer Herr. Er ist querschnittsgelähmt und hat vor zehn Jahren im Sommer seine Frau und seinen elf jährigen Sohn durch einen Autounfall verloren. Er selber hat das Unglück überlebt und ist seitdem an den Rollstuhl gefesselt. Als Erinnerung an seine geliebte Familie sitzt auf seiner Couch ein kleiner, brauner Teddy.

Rudolfs Leben ist zurzeit sehr hart und eintönig. Es kommen täglich der Pflegedienst und zweimal die Woche Frau Müller, die die Wohnung aufräumt. Ansonsten ist er allein.

Doch seit kurzem besucht den querschnittsgelähmten Mann der kleine Anton von nebenan. Rudolf holt dann immer das dicke Märchenbuch seines Sohnes aus dem Schrank und liest dem Nachbarsjungen vor. Die schönen Geschichten begeistern stets beide und der Junge kommt gern herüber, um ihnen zu lauschen.
Es ist Heiligabend. Anton wird vom Weihnachtsmann beschert und unter den Geschenken ist auch ein neues Märchenbuch. Nachdem der Junge seine Gaben begutachtet hat, fragte er: „Mutti, können wir nicht den Rudolf heute Abend zu uns holen? Dann ist er nicht so allein und kann sich mit uns freuen und mir aus dem neuen Märchenbuch vorlesen. Ach, Mutti, sag ja!“

Die Mutter schaut aus dem Fenster. Sie bemerkt, dass bei ihrem Nachbar noch Licht brennt und nickt.
„Oh ja! Papa komm, wir holen Rudolf!“

Beide gehen zur Wohnung des kranken Mannes und klingeln. Es dauert einige Zeit, da geht die Tür auf. Vor ihnen steht Rudolf in seinem Rollstuhl.

Freudestrahlend fragt Anton: „Guten Abend Rudolf, kommst du mit zu uns rüber und schaust dir meine Weihnachtsgeschenke an? Ich habe ein neues Märchenbuch bekommen, da könntest du mir gleich etwas draus vorlesen.“

Der einsame Mann sagt sofort: „Ja! Doch warte, ich muss nur schnell noch einmal in meine Wohnung. Ich komme gleich mit.“ Er fährt zurück und kommt mit einer größeren Tüte wieder.

Als Rudolf in das Wohnzimmer seiner Nachbarn kommt, übermannt es ihn und Tränen laufen über seine Wangen. Der Anblick des Weihnachtsbaums und zum Heiligenabend nicht allein sein zu müssen, lässt seine Augen feucht werden.

„Ihr macht mir eine große Freude“, kommt es leise über seine Lippen. Dann überreicht Rudolf seinem kleinen Freund die mitgebrachte Tüte. Es schimmert etwas Braunes aus der Öffnung. Anton holt den Teddybär vor, der bei seinem Märchenonkel immer auf dem Sofa gesessen hat. Der einsame Mann trennte sich von seinem Heiligtum, dem Plüschbären seines verstorbenen Sohnes.

Anton freut sich, doch seine Eltern noch mehr. Sie können das Geschenk sehr gut einordnen.
Auch Rudolf erhält ein kleines Päckchen von seinen Nachbarn. Erneut laufen Tränen der Rührung über sein Gesicht. Es ist Jahre her, seit er zum Weihnachtsfest etwas bekommen hat.

Dann zeigt Anton ihm das neue Märchenbuch und es dauerte nicht lange, bis Rudolf eine Geschichte vorliest. Danach meint er: „Das Märchenbuch ist aber dick, da kannst du mich oft besuchen kommen.“

Die Zeit vergeht wie im Fluge. Plötzlich klingelte es an der Tür. Der Vater schaut nach und ruft: „Rudolf, hier ist Besuch für dich!“ „Das kann doch nicht sein! Wer kommt mich besuchen? Mein Bruder wohnt in Kanada und ansonsten habe ich keine Verwandtschaft mehr.“

Dann steht ganz unverhofft sein Bruder im Wohnzimmer. Wieder laufen Rudolf die Tränen übers Gesicht. Aber dieses Mal sind es Tränen der Freude. „Wir wollten dich überraschen, doch bei dir in der Wohnung brannte kein Licht, so haben wir eben beim Nachbar geklingelt, um uns zu erkundigen.“

Nun kommen auch noch Rudolfs Schwägerin und deren Enkelin Kathrin ins Zimmer. Was für eine Freude. Anton und Kathrin haben gleich Freundschaft geschlossen und spielen miteinander. Der Vater holt eine Flasche Sekt aus dem Kühlschrank und auf das Wiedersehen wird angestoßen.

Rudolfs Bruder ist anschließend noch sechs Wochen in Deutschland geblieben. In dieser Zeit haben sie Rudolfs Wohnung verkauft und ihn für immer mit nach Kanada genommen. Seit dem hat der einsame Mann wieder eine richtige Familie. Sein kleiner Freund Anton bekommt immer noch regelmäßig Post aus Übersee. Seine Märchen muss der Junge allerdings nun alleine lesen.

Verfasser unbekannt

Einen schönen Heiligabend ....

3:46 Minuten - https://www.youtube.com/watch?v=vbHpISXAtuY

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23. Dezember 2020 3 23 /12 /Dezember /2020 01:04

aber auch ein paar weihnachtliche Eindrücke!

7:43 Minuten - https://www.youtube.com/watch?v=6LNAR1QTQRs

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20. Dezember 2020 7 20 /12 /Dezember /2020 00:00
Einen schönen und besinnlichen 4. Advent ....

wünsche ich all meinen Besuchern, Freunden, Verwandten und Bekannten.

Genießt den Tag im Kreis Eurer Lieben.

Eine dauerhafte Botschaft

Tief in uns muß Weihnachten sein.
Nur im Herzen kann sie werden
und von hier aus Licht der Erden
dauerhafte Botschaft sein.

Nicht das Wort, das sich bekennt
laut und prahlend vor der Menge
sprengt des Herzens dumpfe Enge,
daß es still sein Heil erkennt.

Laß die Weihnacht in dich ein,
daß ihr Licht dich ganz erfülle!
Und du darfst Gelaß und Hülle
ihrem ew'gen Wunder sein.

Unbekannt

Einen schönen und besinnlichen 4. Advent ....

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19. Dezember 2020 6 19 /12 /Dezember /2020 00:00
Ragnar, die Fee und der Weihnachtsmann

Vor langer, langer Zeit, als der Mond noch ein Gesicht hatte und Feen und Zauberer unter uns lebten, passierte Ragnar ein Missgeschick. Sie war eine liebliche Fee mit langem, seidigem Haar und feinen Gliedmaßen. Doch fehlte es ihr beim Zaubern an Wissen, denn sie war noch jung und unerfahren. So geschah es, als sie in einer Vollmondnacht auf einer Waldlichtung stand und in ihrem Zauberbuch las, dass ihr ein falscher Zauberspruch über die Lippen kam. Sie wurde von einem Wirbel ergriffen und fortgetragen. Die Sterne glitten an ihr vorbei und ehe sie sich versah, befand sie sich auf dem Mond. Einsam war es hier. Kein Lebewesen ließ sich blicken. Als sie sich von ihrem ersten Schrecken erholt hatte, stellte sie fest, dass sie sich nicht zurück zu zaubern vermochte. Der Mond, überrascht über den unerwarteten Besuch, freute sich, nun nicht mehr einsam zu sein. Freundlich hieß er sie willkommen und gab ihr seinen schönsten Platz. Ragnar dankte ihm und richtete sich nun gemütlich ein.

Zur gleichen Zeit saß der Weihnachtsmann abfahrbereit auf seinem Schlitten, um den Erdenkindern ihre Geschenke zu bringen. Er wartete nur noch auf das Einspannen seiner sechs Rentiere, dann sollte es losgehen. Dem Weihnachtsmann ging es nicht besonders gut. Er fühlte sich alt, sehr müde, hatte trübe Augen und Ohrenschmerzen, aber Gott sei dank kein Fieber. Das war aber nicht weiter schlimm, denn die Tiere kannten den Weg. Die Bescherung würde wie immer nur eine Nacht dauern, danach konnte er sich auskurieren. Damit ihm die lange Fahrt zur Erde nicht zu langweilig wurde, hatte er sich vorgenommen, ein Gedicht zu reimen, das er am Weihnachtsfest den Engeln vortragen wollte.

Lea, Bea und Thea, die wildesten Engelchen aller Engelscharen saßen auf ihren Sternschnuppen und umkreisten den Schlitten vom Weihnachtsmann. Die drei waren für ihren Schabernack gut bekannt.
„Ihr lacht, als hättet ihr schon wieder etwas angestellt“, rief der Weihnachtsmann den Engeln zu. „Aber wir doch nicht“, kicherten sie noch mehr und kuschelten sich in ihre Sternschnuppen.

Mittlerweile waren die Tiere eingespannt und die Fahrt zur Erde konnte beginnen. Es gab einen mächtigen Ruck. Der Weihnachtsmann schloss seine Augen und begann zu dichten.

Heilig Abend ist nun da.
Fröhlich jauchzt die Kinderschar.
Omas, Opas, Tanten, Neffen,
keiner wird von mir vergessen.
Besinnliche Stunden,
in frohen Runden
wünscht allen Leut`
der Weihnachtsmann heut.

Und weil dichten so müde macht, war der Weihnachtsmann alsbald eingeschlafen.
Als er wach wurde, traute er seinen Augen nicht. Unter ihm leuchteten nicht die vielen Lichter der Erde, sondern er umkreiste, wer weiß wie lange schon, den Mond. Er rief seine Tiere einzeln beim Namen, aber sie reagierten nicht. Er putzte seine Brille und sah ganz genau hin. Nun wusste er, warum die Engelchen so schelmisch gelacht hatten. Der Stallbursche hatte ihm sechs junge, stürmische Tiere vorgespannt, die den Weg zur Erde nicht kannten. Vor Schreck riss er die Zügel herum. Der Schlitten kippte zur Seite und der Sack mit den Geschenken plumpste dem Mond direkt auf die Nase. Der Weihnachtsmann bekam sein Gefährt nicht mehr in den Griff und landete unsanft samt Schlitten und Rentieren auf dem Mond.

Die Fee Ragnar hatte den Weihnachtsmann bei den Umrundungen des Mondes erstaunt beobachtet. Sie saß hinter einem großen Stein und sah, wie der Schlitten genau vor ihren Augen abstürzte. Langsam ging sie näher. „Nanu, lieber Weihnachtsmann“, sagte sie, „dass du mir selbst die Geschenke bringst, war wirklich nicht nötig!“ „Von wegen Geschenke! Der Sack liegt genau auf der Nase des Mondes. Mein Kommen war nicht geplant, sondern ein Versehen“, schimpfte er.

„Bei mir auch“, lachte die Fee. „Ich habe mich selbst auf den Mond gezaubert und nun komme ich nicht mehr von hier weg. Vielleicht finden wir gemeinsam eine Lösung!“„Glaubst du das wirklich?“, fragte der Weihnachtsmann hoffnungsvoll.

„Ein bisschen zaubern kann ich noch. Lass es mich versuchen!“, schlug Ragnar vor.
„Zauber mir bitte die Geschenke wieder her, denn die Nase des Mondes hängt genau über einem tiefen Krater. Da komme ich nicht ran ohne abzustürzen“, bat der Weihnachtsmann. Gemeinsam gingen sie ganz nahe an die Nase des Mondes heran. 

Der Mond war krank und schlecht gelaunt. Seine Augen tränten und die Nase triefte. Jedes Mal, wenn er niesen musste, hüpfte der Sack in die Höhe und fiel auf die Nase zurück. „Aua!“, schrie der Mond. „Nicht genug, dass Ragnar mir den letzten Nerv tötet, weil Frauen ja immer soviel zu erzählen haben, jetzt taucht der Weihnachtsmann auch noch persönlich hier auf. Hol mir endlich dieses Ding von meiner Nase! Und dann verschwindet. Am besten alle beide!“ 

„Lass mich mal versuchen“, meinte die Fee. Sie murmelte eine Formel und der Sack hängte sich augenblicklich über ein Ohr des Mondes. Jetzt konnte ihn niemand mehr erreichen. Er war für immer verloren. 

„Du bist mir ja eine schöne Zauberin. Und was nun?“, schimpfte der Weihnachtsmann.
Ragnar sprach eine andere Formel, hielt plötzlich einen Zaubersack in beiden Händen und die Spielsachen aus dem Sack am Ohr des Mondes flossen begleitet von kleinen Sternen in den neuen Sack. Der Mond atmete erleichtert auf, schließlich wog der Sack so einiges. „Wir sind gerettet“, jubelten beide und fielen sich in die Arme. 

"Halt, langsam!", rief Ragnar dem Weihnachtsmann zu, der auf der Stelle abfahren wollte. "Ich muss mich noch vom Mond verabschieden. Auch wenn er seit seiner Erkältung schlecht gelaunt ist, so hat er mich doch liebevoll aufgenommen." 

"Machs gut!", rief sie ihm zu. "Gute Besserung und danke, für alles!" Der Mond brummte irgendetwas, aber Ragnar verstand es nicht mehr, denn der Weihnachtsmann hatte es furchtbar eilig auf die Erde zu kommen. Sie konnte nur noch winken.

Der Weihnachtsman brachte Ragnar ins Land der Feen zurück. Die Menschenkinder bekamen noch rechtzeitig ihre Geschenke. Am Heilig Abend sagte der Weihnachtsmann mit triefender Schnupfnase und heiserer Stimme sein noch fertig gewordenes Gedicht auf. Lea, Bea und Thea bekamen zur Strafe Himmelsarrest, nicht nur, weil sie den Stallburschen überredet hatten, dem Weihnachtsmann unerfahrene Tiere vor den Schlitten zu spannen, sondern auch, weil sie über die Vortragsweise des Weihnachtsgedichtes gekichert hatten. Da verging ihnen das Lachen für einige Zeit. Und wenn Ragnar und die anderen Feen abends den Mond betrachteten, sahen sie über seinem Ohr den leeren Sack vom Weihnachtsmann hängen.

Verfasser unbekannt

Ragnar, die Fee und der Weihnachtsmann

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8. Dezember 2020 2 08 /12 /Dezember /2020 00:00

wie es scheint, hat Donald J. Trump die Wahl haushoch gewonnen und er wird Präsident bleiben. Es wurden Beweise vorgelegt und zum Vorschein kam ein millionenfacher Betrug. Damit haben die Demokraten sich selbst erledigt. Alle, die dabei geholfen haben, werden zur Verantwortung gezogen. Damit dürfte auch der "Great Reset" vom Tisch sein.

Benjamin Fulford hat darüber geschrieben und wenn es tatsächlich so kommt, dann hat das Gute gewonnen!

9:30 Minuten - https://www.youtube.com/watch?v=_zd2S6-w9Jo

Und hier noch etwas über Weihnachten und die deutsche Kultur.

Viel Vergnügen!

11:30 Minuten - https://www.youtube.com/watch?v=wTQQtRw65p4

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